Wo entstehen Druckkosten?

Wo entstehen diese Druckkosten, die viele IT-Manager und Controller oft nicht genau beziffern können? Oft ist auch nicht bekannt, ob alle Systeme richtig ausgelastet und rentabel sind. Eine sinnvolle Ermittlung des Seitenpreises ist auf diese Weise nicht möglich.

Unter Hardware-Kosten fallen alle Aufwendungen für die Geräte. Die Verbrauchskosten betreffen alle Ausgaben für Tonerkassetten, Druckpatronen und Strom. Service-Verträge, Reparaturen und Wartungseinsätze vor Ort beim Kunden zählen zu den Servicekosten. Die Betriebs- und Supportkosten umfassen den Helpdesk, Einkauf, Lagerung und Logistik von Verbrauchsmaterialien, die Druckerverwaltung, -pflege, -wartung und Fehlerbehebung. Als Anwenderkosten werden Abholwege, Wartezeiten, Sortierzeiten und die Verzögerung der Arbeitsprozesse bei Drucker- oder Serverproblemen bezeichnet. Gemäss Gartner-Analysten entsprechen Betriebs-, Support- und Servicekosten etwa den eigentlichen Hardware- und Verbrauchskosten. Die Anwenderkosten übersteigen die Summe all dieser Faktoren.

Laut einer unabhängigen Studie der International Data Corporation (IDC) zum Dokumenten-Management in Europa erheben fast zwei Drittel der untersuchten europäischen Firmen die Kosten ihrer Dokumente nicht. In Deutschland ist das Problem noch deutlicher: Hier haben 74 Prozent aller Unternehmen keine Möglichkeit, die Aufwendungen für Dokumente zu ermitteln. 90 Prozent der befragten europäischen Manager sind nicht in der Lage, die Kosten für das Dokumenten-Management abzuschätzen. In Deutschland sind dies immer noch 85 Prozent. Zudem stellt IDC eine grosse Verschwendung gedruckter Dokumente fest. In 28 Prozent der untersuchten Betriebe werden zehn Prozent aller gedruckten Dokumente wegen falscher Informationen oder Fehlbehandlung zu Abfall. Über zehn Prozent der Firmen schätzen ihren Ausschuss sogar höher als 30 Prozent.

Quelle: Business&IT, Heft 1/2006, Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung durch WEKA Computerzeitschriften-Verlag GmbH, D-85586 Poing